Von Keith Jarrett bis Angela Merkel
4. Evolution
SWR 2, 18.05.2017

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… mit Michael Rüsenberg.
Heute: „Evolution“, die 4. Folge der Reihe „Improvisation, eine Qualität des Lebens. von Keith Jarrett bis Angela Merkel“.

Improvisation, das zeigt die Reihe bisher, geht weit über Jazz und Musik hinaus, große Teile des Alltags sind erfüllt davon. Man konnte fast denken: alles ist irgendwie Improvisation.

In dieser Sendung stoßen wir auf eine Grenze: obwohl gelegentlich behauptet, unterliegt der Wandel in der Entstehung der Arten, die Evolution, nicht der Improvisation.

Das schließt nicht aus, dass auch einzelne Tierarten - wie der Mensch - improvisieren können.


DAVE VALENTIN Blackbird, 6:20

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Wenn einzelne Tierarten improvisiern können - wer denkt da nicht an Singvögel, wer denkt nicht an die Amsel, an „Blackbird“, das Stück der Beatles, das im Jazz zum Standard geworden ist?
Da der „Vogelgesang“ später in dieser Sendung eine große Rolle spielen wird, nehmen wir Jazz-Bearbeitungen von „Blackbird“ bis dahin als eine Art durchlaufendes Thema.
Den Auftakt machte eine Latin-Jazz-Version aus dem Jahre 1988 durch den im März verstorbenen Flötisten Dave Valentin.
„Improvisation in der Evolution“ - unsere Haupt-Gesprächspartnerin in dieser Sendung ist Constance Scharff, renommierte Verhaltensbiologin an der FU Berlin.
Erste, spontane Frage: was versteht sie unter Improvisation?

CONSTANCE SCHARFF
Scharff und finch 1Als Biologin würde ich Improvisation sowohl als Situation beschreiben, in der Tiere oder Menschen nicht das nötige Material haben, das sie normalerweise bräuchten für irgendwas, was sie machen wollen. Und dann improvisieren im klassischen Sinne.
Das passiert in der Biologie natürlich auch, dass Tiere irgendwelche Materialien nicht haben, die sie normalerweise hätten, z.B. zum Nestbau oder zum Dekorieren von Lauben im Falle von Laubenvögeln. Und dass die dann einfach andere Dinge nehmen.
Das wäre eine Art von Improvisation.


Die andere Improvisation ist „um eine Thema herum Variieren“. Das ist, finde ich, schon anders.
Und das gibt´s natürlich bei Tieren auch, z.B. Singvögel, die ihre Gesänge so abwandeln, dass sie dann sehr variationsreich sind.

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Das ist interessant: ohne sie zu kennen, folgt Constance Scharff hier der groben Zweiteilung von Improvisation, wie sie in der vergangenen Sendung die amerikanische Musikphilosophin Lydia Goehr vorgenommen hat.
Improvisation impromptu: Improvisation zur Behebung eines Mangels, beispielsweise fehlendes Material für den Nestbau.
Improvisation extempore: die Improvisation in den Künsten, beim Menschen - oder auch bei Singvögeln. Dazu später mehr.

JASON REBELLO Blackbird, 4:36

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Das ist die vermutlich jüngste Einspielung von „Blackbird“; durch den englischen Pianisten Jason Rebello, aus seinem neuen Album „Held“, 2016.
Improvisation in der Evolution. Es gibt zwei Vorgaben für diese Sendung, zwei Zitate.
Das erste kommt von dem Pianisten und Neurowissenschaftler Aaron Berkowitz aus Boston:

ZITAT Aaron Berkowitz
Die Fähigkeit zu improvisieren ist nicht nur auf der Ebene des Verhaltens wichtig, sondern sie scheint zu funktionieren bis hinunter auf die Ebene der Zellen und Moleküle.

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Wenn das stimmt, dann wäre Improvisation gewissermaßen ein Bauprinzip des Lebens.
Auch Julia Clarke, Biologin an der Universität Austin/Texas, hat das Große Ganze im Blick.

ZITAT Julia Clarke
Innovation in der biologischen Evolution vollzieht sich wie eine ausgedehnte Improvisation.



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Auf Aaron Berkowitz und Julia Clarke antwortet Constance Scharff, Verhaltensbiologin aus Berlin.

CONSTANCE SCHARFF

Ich bin da so ein bisschen zögerlich, weil Improvisation hängt ganz stark von der jeweiligen Definition ab.
Aber ich finde, es führt sehr weit weg von dem, was der gemeinverständliche Begriff von Improvisation ist. Der was mit Kreativität zu tun hat. Und was denkt man als Mensch, der biologisch
nicht vorgebildet ist und vielleicht nicht so viel über Evolution nachdenkt, bei „Improvisation“?
Wenn Leute, wie eben Berkowitz, das benutzen, dann schwingt mit, dass möglicherweise eben Zellen auch flexibel sind und entscheiden können, „mache ich es jetzt so oder so“...
Natürlich gibt es einen ziemlich großen Spielraum, was Zellen so tun, aber ich weiß eben nicht genau, warum es zielführend ist, das als Improvisation zu bezeichnen. Es sei denn, man hat ein Programm, wo man hinwill, was man damit sagen will. Sonst ist es einfach nur ein catchy Ausdruck zu sagen „Ja, Zellen machen das auch, Jazzmusiker machen das und im Endeffekt ist doch alles irgendwie verbunden.“ Klingt gut, sagt einem nur nicht besonders viel.

BRAD MEHLDAU Blackbird, 6:11

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In unserer kleinen, unvollständigen Kollektion von „Blackbird“-Bearbeitungen durch Jazzmusiker darf diese nicht fehlen, die von Brad Mehldau aus seiner Box „10 Years Solo Live“.
SWR2 NOW JAZZ, „Improvisation, eine Qualität des Lebens, von Keith Jarrett bis Angela Merkel“. Heute, in der vierten Folge, geht es um Improvisation in der Evolution.
Und dort, in der Evolutionsforschung, ist Charles Darwin ein Standard.
Was sagt er zu unserem Thema?
Biologen zitieren ja gern den Urvater der Evolutionstheorie.

CONSTANCE SCHARFF
Also das Wort „Improvisation“, ich will jetzt nicht sagen, das hat er nie benutzt, aber es ist auf jeden Fall nicht bekannt, dass er das Wort selber benutzt hat und groß was darüber gesagt hat.
Aber die Tatsache, dass natürlich Variation - was mit Improvisation zu tun hat - einer der Schlüsselbegriffe ist in der Evolution, lässt vermuten, dass, wenn er jetzt dieses Gespräch führen würde, er auch sagt:
Variation/Improvisation ist ein bisschen eigentlich eine Begrifflichkeit.
Improvisation hat eben diesen Agenten, und Variation braucht keinen Agenten. Und deswegen fände ich auch Variation besser im Sinne von Evolution als Improvisation.

MODERATION
Hier sind wir an einem wichtigen Punkt, hier stößt der Begriff „Improvisation“ an Grenzen.
In der Musik, im Film, im Alltag, im Fußball - wo dort improvisiert wird, geschieht  dies durch einen „Agenten“, man kann auch sagen: durch einen Handelnden.
Der unter verschiedenen Optionen wählen kann. Und sich dabei auf seine Erfahrung beruft.
Auf der Ebene der kleinsten Einheiten, auf der der Zellen und Moleküle, gibt es das nicht. Veränderung geschieht dort vor allem durch Zufall. 
Und Zufall ist nicht dasselbe wie Improvisation.

FLORIAN ROSS Blackbird, 2:58

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In dieser Bearbeitung der Beatles´ „Blackbird“ verschwimmt das Stück an manchen Stellen bewußt mit „Eleanor Rigby“. 
Florian Ross, eine Aufnahme aus seinem Album „Front Room Songs“, 2012.

SWR2 NOW JAZZ: Improvisation, eine Qualität des Lebens - von Keith Jarrett bis Angela Merkel, heute die 4. Folge: Evolution.

Die Berliner Verhaltensbiologin Constance Scharff begründet im Detail, warum Variationen in Welt der Zellen und Moleküle nicht mit „Improvisation“ verwechselt werden sollten.

CONSTANCE SCHARFF
Gleichzeitig ist es superwichtig, dass man sich darüber klar ist, das evolutionäre Variation - also Mutationen und Re-Kombinationen - nicht auf Grund von Erfahrung verändert werden, sondern durch Zufall.
Und dass dieser Zufall dazu führt, dass etwas Neues entsteht. Das kann dann improvisiert erscheinen, aber es ist keine Absicht, dass diese Improvisation stattfindet.
MR: Sie haben auch gesagt, es gibt keinen Handelnden bei der Evolution, also auf zellularer Ebene gibt es keinen Handelnden, der auf Grund seiner Erfahrung etwas ändert und ihm eine Richtung gibt.
Genau! Erfahrung ist der Schlüsselbegriff hier. Man könnte natürlich die Gene als „Handelnde“ bezeichnen, denn im Endeffekt gibt es ja keinerlei Hinweise dafür, dass die Idee, dass die Gene die treibende Kraft sind, die die Evolution voranbringt, nicht stimmt. Es scheint so zu sein. Die Gene sind die treibende Kraft, also die Handelnden (etwas).
Aber, man kann nicht sagen, dass die „Erfahrung“ der Gene dazu führt, dass dann etwas passiert. Das ist schon ein gravierender Unterschied.
MR: Das ist der Unterschied zwischen Improvisation und Mutation, also Zufall.
Improvisation beruht auch auf Zufall. Kann auf Zufall beruhen.
MR: Der Ausgangspunkt um zu improvisieren, ist der Zufall.
Der Ausgangspunkt, um zu improvisieren, ist der Zufall. Mutationen entstehen auch durch Zufall, aber - Mutationen sind nicht improvisiert!

Ansage ALBERT MANGELSDORFF „Meise vorm Fenster“

UNITED JAZZ + ROCK ENSEMBLE, Meise vorm Fenster, 9:29
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„Vögel beeinflussen Komponisten“. Das ist das klassische Beispiel aus dem deutschen Jazz: Albert Mangelsdorff, „Meise vorm Fenster“, 1992.

Mangelsdorff war auch der Auffassung, die Menschen hätten den Gesang vielleicht von den Vögeln übernommen.
Das ist, sagt Constance Scharff, biologisch nicht haltbar.

Ohnehin werden Begriffe wie „Vogelgesang“ oder „Vogellied“ von Naturwissenschaftlern jeweils in dicke Anführungsstriche gesetzt.
Da wir nun schon mit einer Verhaltensbiologin sprechen, die sich auch mit dem „Gesang“ der Vögel beschäftigt - können auch Vögel in dieser Hinsicht improvisieren?

CONSTANCE SCHARFF
Also die Tatsache, dass ein Vogel im Frühjahr anders singt als im Herbst, heisst ja nicht unbedingt, dass er improvisiert. Sondern das  kann einfach sein, dass für das Frühjahr andere Programme vorgesehen sind als für den Herbst, und da nicht so viel improvisiert wird.

(ab hier unterlegt bis Schluss des O-Tones: butcher bird)

Es gibt aber auch in Australien eine interessante Art, butcher birds, wo eine Kollegin, die eigentlich mehr Musikologin ist, und ursprünglich in ihrer Doktorarbeit darüber geschrieben hat, weil sie
behauptet, dass die „wie Musik“ singen oder viele Aspekte haben, die eben Schoenberg als Musik bezeichnet hat - die haben ein unglaublich variables Repertoire.
Und die Art und Weise, wie die Töne miteinander kombinieren und re-kombinieren, hat schon was, was ein Musiker sehr als Improvisation bezeichnen würde.
Und dann wird´s irgendwann akademisch, wenn man sagt „na, ist das Improvisation“, „macht der Vogel das mit Absicht“, „hat der da ein Programm“? Und Kollegen und ich haben jetzt gerade ein Manuskript, wo gezeigt wird, dass abhängig davon, wie groß das Repertoire von diesen Vögeln ist, die die unterschiedlichen Gesänge so durchmixen, dass es nicht langweilig wird.

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Der butcherbird in Australien, aufgenommen von Constance Scharff´s Kollegin Hollis Taylor aus Syndey.

Butcherbird, direkte Übersetzung: Metzgervogel; die offizielle deutsche Bezeichnung „Würgerkrähe“ ist irreführend, der butcherbird gehört biologisch nämlich gar nicht zur Familie der Krähen.
Am treffendsten finde ich den lautmalerischen deutschen Namen „Flötenvogel“.
Dass man die komplexen Laute des butcherbird als „Improvisation“ verstehen darf, daran zögert keine Sekunde lang: David Rothenberg, Philosoph und Karinettist aus New Jersey.
Unter Biologen ist er umstritten, weil er dort, wo jene Anführungszeichen setzen, die Begriffe für bare Münze nimmt.
Rothenberg aber folgt einer ganz anderen Agenda.
Er betreibt - was auch Biologen schätzen - „interspecies improvisation“: arten-übergreifende Improvisation, er improvisiert mit Tieren.
Für das Oxford Handbook of Critical Improvisation Studies hat er einen interessanten Beitrag geschrieben und freundlicherweise zwei Zitate daraus für uns gelesen:


DAVID ROTHENBERG Weißhaubenhäherling (Einstieg und Blende unter O-Ton)

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DAVID ROTHENBERG
Ich streife im Vogelkäfig über den Boden aus künstlichen Blättern, probiere Phrasen auf meiner Klarinette, schicke licks nach oben. Wenn man mit Vögeln improvisieren will, muss man ihnen Zeit lassen. Nicht einfach nur sein Lieblingsstück spielen und Arpeggien heraushauen. Und bloß nicht die Songs imitieren, die man hört - das ist viel zu sehr dem nahe, was Wissenschaftler ein „Playback Experiment“ nennen oder Vogelkundler „pishing“: Klänge, nur um die Vögel zu locken.
Nein, nimm´ sie ernst als Musiker, spiel´ etwas, von dem du denkst, sie könnten darauf einsteigen. Mach´, dass sie dir zuhören.
Die meisten Vögel im Käfig singen eh nur ihre eigenen Songs, zeigen wenig Interesse an meinen fremden Phrasen. Ein Vogel aber, ein Männchen, ein Weißhaubenhäherling, Garrulax Leucolophus, hüpft herüber und fängt an, mit mir zu singen; Phrasen die sich auf wirklich jazzige Weise mit dem zu verbinden scheinen, was ich ihm herübersende.
Etliche haben den Clip auf YouTube gesehen; er dokumentiert den allerersten Moment, wo ich eine musikalische Antwort von einem Vogel bekomme -
der Beginn meines Interesses für Arten übergreifendes Musizieren.
Das war 2000, trotz des 80er Jahre-Pullovers, den ich damals trug.
Dieser Vogel schien wirklich mitmachen zu wollen. Er wollte wohl nicht konkurrieren oder versuchen, mich zu becircen. Wir haben wirklich Musik miteinander gemacht.

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Mit einem Weißhaubenhäherling zu kommunizieren, ist einfach, der Austausch findet im selben Element statt. Mit dem nächsten Tier war´s schon schwieriger, da brauchte David Rothenberg eine eigene Plattform, einen Verstärker, ein Hydrophon sowie einen Unterwasser-Lautsprecher.

DAVID ROTHENBERG Buckelwal (Einstieg und Blende unter O-Ton)

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DAVID ROTHENBERG
Der beste Dialog, den ich mit einem Tier hatte, war mit einem, das ironischerweise tausende Male schwerer ist als ich, ein Buckelwal.
Der bemerkenswerteste Aspekt am Wal-Song ist, dass er - im Gegensatz zu allen Vogelsongs - sich während der Brutzeit permanent ändert. Wenn in einem Song etwas Neues auftaucht, versuchen alle anderen Männchen, dieses Element zu kopieren, und innerhalb von Wochen singen alle diesen neuen Song.
Sie alle wollen gleich klingen, und diese Gleichheit entwickelt sich kontinuierlich weiter.
Niemand hat eine gute Begründung dafür gefunden, und bis jetzt kann niemand erklären, warum Wale im - sagen wir Nord-Pazifik - nacheinander ihre Songs ändern - obwohl sie möglicherweise tausende Meilen zu weit entfernt sind, um einander zu hören.
Die Wale in Hawaii und Mexiko wechseln ihre Songs nacheinander, auf ganz ähnliche Weise, obwohl sie nicht hören können, was die jeweils andere Population macht.
Weit auseinander liegende Vogel-Populationen haben verschiedene Dialekte in ihren Songs, aber weit verstreute Buckelwale zeigen ein und denselben Song, und sie verändern ihn sehr rasch. Kein Mensch hat dafür eine Erklärung.
Mit seiner ausgefeilten, klaren Struktur ist der Song der Buckelwale eindeutig musikalischer als die Songs der meisten Vögel.

DAVID ROTHENBERG Hasenheide Night Circus, 4:13
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„Hasenheide Night Circus“, David Rothenberg am 15. April 2014 um Mitternacht im Hasenheide Park Berlin, er improvisiert mit Nachtigallen, unterstützt vom türkischen Elektroniker Korhan Erel.
Es gibt ein ganzes Album dazu, „Berlin Bülbül“, das ist der türkische Name für „Nachtigall“.
Letzte Woche war Rothenberg erneut in Berlin; wenn man ihm glauben darf: ein geradezu idealer Ort für Nachtigallen. Demnächst sollen ein Buch und ein Film dazu erscheinen.

DAVID ROTHENBERG
Improvisieren Nachtigallen?
Einige schon, andere wiederum nicht, das ist individuell verschieden. Naturwissenschaftlerinnen wie Sara Kiefer und Silke Kipper fanden heraus: es gibt „ordentliche“ und „nicht-ordentliche“ Vögel.
Die ordentlichen singen ein Muster oder eine Phrase immer in der gleichen Reihenfolge, bei ihnen ist alles  komponiert und geplant.
Die „nicht-ordentlichen“ zeigen jedes Mal ein andere, ungeplante, unterschiedliche Art, die Dinge zu arrangieren.
Das sind wirklich Improvisatoren. Unter Nachtigallen gibt es also Improvisatoren und Komponisten.

ULI RENNERT A Nightingale sang in Berkeley Square, 7:51

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SWR2 NOW JAZZ: Improvisation, eine Qualität des Lebens, von Keith Jarrett bis Angela Merkel…
am Schluss der vierten Folge über „Improvisation in der Evolution“ steht der Standard „A Nightingale sang in Berkeley Square“, in einer sehr unorthodoxen Bearbeitung des deutschen, in Österreich lebenden Keyboardspieleers Uli Rennert.
Er lässt das der Nachtigall nachempfundende Thema, zunächst in einer kitschigen elektronischen Klangfarbe in echte Streicher fließen.
Eine Art Thirdstream-Jazz, wie man sie vorzugsweise in Wien findet…
Die nächste und abschließende fünfte Folge der Reihe am 29. Juni, um 23.06 Uhr auf SWR 2.
Mit Keith Jarrett haben wir die Reihe begonnen; dann geht es endlich um Angela Merkel, es geht um Improvisation in Poltik und Philosophie.
Am Mikrofon verabschiedet sich Michael Rüsenberg

ULI RENNERT A Nightingale sang in Berkeley Square
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 © Michael Rüsenberg, 2017
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