28.02.19, 22:04-00:00 WDR 3
Ken Thomson
American New Music meets Jazz

Ken Thomson 1

Eines der interessantesten Jazzalben 2018 - „Sextet“ von Ken Thomson - zitiert Thelonious Monk - aber nur das Cover von „Monk´s Music“ (1957).
Musikalisch hat Thomson mit Monk nichts zu tun, er mischt Strukturen der american new music mit den Rhythmen des Jazz.
Ken Thomson, 42, ist in beiden Welten zu Hause. Einerseits spielt er Baßklarinette bei den „Rock´n´Rollern“ der Neuen Musik, bei den Bang On A Can All Stars, er komponiert betörende Kammermusik in de Nähe zur Minimal Music, anderereits ist er als Altsaxophonist mit der schrägen Funk-Truppe Gutbucket unterwegs oder interpretiert den Indie-Rock der Pixies in der Manier einer Straßenkapelle.
Für diese Art crossover, für diese Mischung aus „Klassik“ und „Jazz“, hat Gunther Schuller (1925-2015) in den 50er Jahren den Begriff Thirdstream geprägt.
Ken Thomson steht wie John Hollenbeck, Ambrose Akinmusire oder auch Vijay Iyer für einen neuen Thirdstream.

Das Thomson-Porträt wird eingeleitet mit einer der zahlreichen Arbeiten von Gunther Schuller für den WDR, mit gewissermaßem Klassichen Thirdstream - den Schuller aber nur dirigiert.
Der Komponist ist Dave Douglas.


Dave Douglas "In Twilight found"
Dave Douglas - tp, Eric Friedlaender Michael Sarin - dr,
WDR Funkhausorchester, Gunther Schuller - ltg

Aufnahme vom 27.04.2002 aus dem WDR Funkhaus, Köln