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25.08.21, 23:30-00:00 ARD Radiofestival  
Vor 40 Jahren:
Goebbels & Harth vertonen Brecht

 Im August 1981 beginnen Heiner Goebbels und Alfred Harth mit den Aufnahmen zu „Zeit wird knapp“. Das Album setzt Maßstäbe im Umgang mit der Lyrik von Bertolt Brecht.

Kirchenorgel, Cembalo, Synthesizer, Jazz-Instrumente, aber auch Dampframme, Pistolenschüsse, kreiselnde Bierflaschen, mittendrin die Stimme von Ernst Stötzner (heute „Babylon Berlin“) - ein solches Eintauchen von Lyrik in ein vibrierendes akustisches Dickicht war bis dahin unerhört.
Mit Brecht & Eisler hatten Goebbels & Harth sich schon vorher befasst, mit ihren nunmehr eigenen musikalischen Ideen haben sie in puncto Lyrik & Sound Standards gesetzt, die auch 40 Jahre später noch von manchen verfehlt werden.
Die Textauswahl damals besorgte Joachim Ernst Berendt (1922-2000).

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